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Am Samstag, 25. April 2026 konnte ich nach 67 Kilometern und 2.440 Höhenmetern den UTFS in 11 Stunden und 20 Minuten finishen. Ich bin immer noch überwältigt von diesem Lauf. Es war der Hammer.

 

Und es ist unglaublich, dass ich diese Ziellinie zu Gesicht bekam. Denn ich muss vorneweg zugeben, meine Herangehensweise ist nicht zum Nachahmen geeignet und ich sehe mich da auch sehr kritisch, überehrgeizig in gewisser Weise und auch wirklich nicht ganz so clever.

 

Warum? Naja. Ich hatte bis zum Start gerade einmal 230 Jahreskm in den Beinen, wovon 130 in den ersten beiden Januar-Wochen waren. Dann wurde ich krank, es kamen diverse Probleme dazu und drei Wochen vor dem UTFS noch die fast schon gewohnte rechte Wade, mit der ich zwei Wochen gar nicht laufen konnte. Abmelden wollte ich mich nicht und nach einem flachen Testlauf über 7 km wollte ich einfach wissen, wie weit ich mit dieser Form komme.

 

Mir war es wichtig, das gleich zu Beginn meines Rennberichtes loszuwerden. Denn so ehrlich möchte ich schon sein. Das hat auch nichts mit Angeberei, sondern mit einer gewissen Selbsteinordnung zu tun. So mache ich das nicht mehr.

 

Am Freitag habe ich mir in der Stadthalle die Startunterlagen abgeholt und bereits hier zeigte sich, dass die Laufcommunity total cool drauf, locker und die Veranstalter eine Top-Organisation an den Tag gelegt haben. Ich kann nur schreiben, von A bis Z ein gelungenes Event und eine Bereicherung für meinen Heimatort Ebermannstadt und die Fränkische Schweiz.

 

Kurz vor dem Start um 7 Uhr traf ich meinen Freund Markus. Mit ihm wollte ich anfangs gemeinsame Sache machen, da er bereits Ultraerfahrung vorzuweisen und an sich den gleichen Leistungslevel hat. Bis zum Verpflegungsposten 2 bei km 19 war es toll mit einem bekannten Gesicht ins Rennen zu starten. Es ging ein wenig rauf und runter, aber alles noch laufbar. Die nächste 10 km bin ich dann etwas zügiger gelaufen.

 

Zur Strecke, den Orten, den Highlights, den Sehenswürdigkeiten schreibe ich hier nichts. Das dürft ihr alle gerne auf der Homepage des UTFS nachlesen. Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung meine Heimat, Orte, an denen ich früher mal gewandert bin, im Laufschritt zu erkunden. Die Strecke war topmarkiert. Ein Verlaufen war unmöglich. Es gab auch wenige Teilstrecken, an denen ich mal alleine unterwegs war. Alles in allem, alles top.

 

Aber: Nach 33 km musste ich Markus ziehen lassen, wir hatten uns bei VP 29 wieder getroffen. Der Typ ist halt doch zehn Jahre jünger und das musste ich dann einsehen. Quatsch, bei mir haben sich einfach beide Schienbeine und vorderen Oberschenkel gemeldet, die auf die Höhenmeter keinen Bock mehr hatten. Klar, woher sollen die auch die Belastung aushalten können?

 

Mir war klar, dass es ein langer Tag werden wird. Die Cut-off-Zeit von 12 Stunden hatte ich bereits im Kopf, obwohl die ersten 37 km nach 5 Stunden absolviert waren. Ich konnte Dank meiner Stöcke wenigstens noch bergauf gut vorankommen. Zeit verliert man dabei trotzdem. Bergab war es eine Qual und sicherlich nicht schön anzusehen. Jeder Schritt tat weh. Und das jetzt 30 Km?

 

Ja. Der Kopf wollte. Ich wollte dieses Finish, diesen Finisher-Stein und wusste, dass es mit Wandern (oder besser gesagt Nordic Walking) klappen könnte. Ich darf nur nicht stehen bleiben. Nie! Außer an den sechs top ausgestatten Verpflegungsstellen. Hier stopfte ich immer alles in mich rein und in meine Hosentaschen: Nüsse, Gummibärchen, Kuchen, sogar Käse und Wurst. Auffüllen von Wasser, Reinschütten von Cola. Ich nahm alles auf, was ich in die Finger kriegte. Ich bekam keine Krämpfe, weder in Beinen noch Magen und konnte so Schritt für Schritt vorankommen.

 

Auf den letzten 15 km folgten die wahrscheinlich krassesten Anstiege meines Lebens. Ich hatte Zeit und fragte mich innerlich schon das ein oder andere:

 

Bin ich jetzt Ultra-Trailläufer?

 

Aufgrund der langen Nordic Walking-Session beantworte ich das mal mit Jein. Die ersten km waren wie beschrieben top und machten auch Spaß. Mit Ausnahme meiner Stöcke. Die hatten sich immer wieder gelöst und ich habe erst bei VP 3 nach einem Tape dafür gefragt. Ein leichterer Trinkrucksack bzw. Weste wäre sicherlich auch nicht schlecht. Mit meinen selten getragenen Trailschuhen war ich noch zwei Wochen vorher im Wald Holz machen – naja mein Equipment ist sicherlich ausbaufähig. Also analog zur Vorbereitung.

 

Fazit: Nein. Ich fühle mich noch nicht als Ultra-Trailläufer. Ich bin halt einfach ein Straßen-Marathoni. Aber geil wars trotzdem.

 

Mache ich den UTFS oder Ähnliches nochmal?

 

Erste Gedanken beim „Laufen“: Auf gar keinen Fall. Ich habe jeden Schritt abwärts geflucht. Bergauf war zwar okay, aber man kommt halt nicht voran. Landschaftlich wars top. Das hat schon entschädigt sowie die Stimmung im Läuferfeld. Keine Stresser, alle angenehm, tolle Small Talks. Da verging die Zeit schon ganz gut.

 

Zwischenfazit: Nach meinem ersten Fränkischen-Schweiz-Marathon 2004 habe ich jahrelang das Laufen eingestellt. Damals war ich ähnlich vorbereitet, aber halt erst 20 Jahre alt, aktiver Fussballer – ich wollte nie mehr Marathon laufen. Diejenigen, die mich kennen und verfolgen wissen was daraus geworden ist. Ich sage deshalb jetzt mal: Sag niemals Nie! Ich glaube, ich melde mich 2027 wieder für den UTFS an. Dann will ich aber vorher mehr trainieren, um es auch länger „genießen“ zu können.

 

Es ist faszinierend. Ich habe zwei Tage nach dem Rennen nur einen leichten Muskelkater, einen kleinen blauen Fleck und eine kleine Blase am rechten Fuß, beides fast nicht erwähnenswert. Ich dachte eigentlich, dass ich an den Händen aufgrund der Stöcke Blasen kriege, aber nix. Komisch.

 

Ich freue mich einfach, dass ich das Ding finishen konnte. Ich erhole mich nun gut und mache mir Gedanken wie es bei mir läuferisch weitergeht. Eigentlich wolle ich jetzt wirklich etwas runterfahren. Ein bisschen fit bleiben sollte mir aber nicht schaden. Auch für zukünftige Projekte.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

(mehr Bilder gibts auf meinen social media-Kanälen)

 

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Der Spendenzweck 2025 steht: Dieses Jahr laufe ich für unseren Kindergarten in Eggolsheim.

 

Pauschalbeträge oder z. B. ein Cent pro Kilometer sind möglich. Aktuell stehe ich bei etwas über 800 Kilometer und habe das Ziel die 1.000 voll zu machen.

 

Danke an Sandra und ihrem Team von den Sportfeldspatzen und Stefan von der Volksbank für das tolle Miteinander.

 

Wer Fragen hat darf sich gerne jederzeit bei mir melden.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

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Der FSM 2025 ist überraschend gut für mich verlaufen. Man hatte mir zwar bei der Anmeldung die Nr. 157 statt der 257 gegeben, am Ende finishte ich dann passenderweise in 3:57 😊

 

Umgezogen habe ich mich wie immer in meinem Elternhaus, wenige Meter von Start und Ziel entfernt. 8:20 Uhr stand dann ein Gruppenfoto mit meinen Freunden der Sonntagsläufer auf dem Programm, die über die 10 km- und Halbmarathonstrecke an den Start gingen. 8:35 Uhr fiel dann der Startschuss für meinen 7. FS-Marathon. Noch 3 bis zum Jubiläumsklub 😉

 

Mit Tim hatte ich wieder einen mir gut bekannten 4hPacer, dem dieses Jahr Thorsten anstatt Johannes, der die 3:30er begleitete, zur Seite. Wir verstanden uns wieder auf Anhieb und unterhielten uns immer wieder über den ganzen Lauf hindurch. Wir hatten mit 11 Grad einen kühlen Start und bestes Laufwetter. Hinten raus wurde es zwar dann warm, aber natürlich kein Vergleich zum Vorjahr, in dem wir gebrutzelt wurden.

 

Ja, was gibt’s über den Lauf zu berichten. Ehrlicherweise gar nicht so viel. Es gab an sich keine Tiefen, ich bin das Rennen gleichmäßig um die 5:35/km durchgelaufen und konnte am Ende auf den letzten 2 km durch ein kleines RunnersHigh auch noch etwas unter die vier Stunden laufen.

 

Dieses Jahr hatte ich zwar ein paar Kilometer mehr in den Beinen, gezielt auf den Marathon habe ich mich allerdings nicht vorbereitet. Zu Gute kam mir natürlich, dass ich vier Wochen vorher einen kleinen privaten Backyard-Ultra-Marathon mitgemacht und dort in der 9. Runde nach 56 Kilometer abgebrochen habe. Auch ein 30er zwei Wochen vorher hat wunderbar geklappt. Grundkondition und Mindset passen also.

 

Beine fühlen sich auch gut an, sodass ich jetzt einfach weiterlaufe und gucke. Im Grunde bin ich erstmal glücklich, dass mein Körper mir solche Glücksmomente beschert.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

Emotionaler Zieleinlauf

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Weltkulturerbelauf 2025

 

Am Sonntag, 4 Mai hat es endlich mal mit einer Teilnahme beim größten Laufevent in meiner Lieblingsstadt geklappt. Kein Heuschnupfen, keine Kollision mit einem Frühjahrsmarathon wie in früheren Jahren, tolles Wetter. Kurz beschrieben: Ich war bereit!

 

Allerdings war ich nicht in Form, um das als Wettkampf zu betrachten. Und so mühte ich mich vor dem Start gebetsmühlenartig darum es mir irgendwie selbst einzutrichtern. Ach, wem habe ich das alles erzählt? Meinem Fahrer Hubi, Flo, Johannes, Reinhold, Michi, Christoph… halt allen mit denen ich vorab ins Gespräch kam. „So um die 2 Stunden“, lautete meine gedachte Zielzeit.

 

„Peng“ – Startschuss zur ungewöhnlichen Zeit am Nachmittag um 15:30 Uhr. Ich, motiviert bis unter die Haarspitzen, dachte nicht, dass der erste km dann doch erstmal nur flach ist. Und so ging es schon zügig los. 4:54 min. auf dem ersten Kilometer. Stimmung im Lauffeld war hervorragend und so ging ich an den Anstieg zur Altenburg, der sich erst gegen Ende steil anfühlte und man kurz gehen musste. Nach 5 km und einem Schnitt von 5:18/km war ich oben, die ersten 180 von 280 Höhenmetern waren absolviert.

 

Kurzer Stopp an der ersten Getränkestation bei meinem früheren Jugendkegler Lukas. Etwas links von ihm habe ich meiner Frau vor über elf Jahren den Heiratsantrag gemacht. Kulisse wie fast den gesamten Lauf über traumhaft. Bamberg ist einfach immer eine Reise wert!

 

Mit 3:48 auf km 6 ging es dann runter und es blieb zügig, da das Feld und auch ich gut unterwegs und im Flow waren. Ja, ich hatte ein RunnersHigh. Vorbei an unserer früheren Wohnung Am Mittleren Kaulberg, wo wir sechs Jahre wohnten und ab in den Hain. Dort klatschte ich mit meinem früheren Vermieter Jürgen ab, der für die Feuerwehr am Streckenrand stand.

 

Eigentlich wollte ich dann in den flachen Passagen Gas geben, doch ich merkte bald, dass ich dafür am Berg zu viel gegeben habe. Nach der Hälfte spürte ich die linke Wade. Der war es dann doch zu viel. Für den Rest des Laufes war Gas geben und Druck machen nicht mehr möglich. Jetzt ging es darum dieses Ding ordentlich zu finishen.

 

Bei km 11 zog Christoph an mir vorbei, der eine Woche vorher die lange Strecke des UTFS (66 km, 2800 hm) finishte, bei km 12 dann Reinhold. Er meinte, ich solle mit ihm laufen. Ging nicht, aber ich wollte dennoch etwas dranbleiben und kam in einen guten Rhythmus. Meine Uhr verriet mir später, dass die folgenden 5 km im 4:45erBereich waren. Wow. Mit der Wade hätte ich das nicht gedacht.

 

Die restlichen km flashten alles. Die Stimmung war eh die ganze Zeit prima. Mein Kegelfreund Andi und Stammtischbruder Thomas reichten mir Wasser am Getränkestand der FFW Walsdorf. Ich hatte ständig ein Lächeln im Gesicht, auch um den aufkommenden Schmerz zu unterdrücken. Die Zuschauer waren mega. Ich klatschte so viele Kinderhände ab wie möglich, PowerButtons auf gemalten Schildern, Menschen applaudierten, riefen, feuerten uns an. Aber die Wade war kurz davor…

 

Km 18 war noch alles soweit gut. Oli, der wie viele andere Bekannte vorher die 10erStrecke gelaufen ist, feuerte mich lautstark an. Dann ging es endgültig auf das Kopfsteinpflaster hoch zum Domplatz. Die restlichen Höhenmeter taten dann schon weh und die Zeit knapp unterm 5erSchnitt war dahin. 5:40/km am Ende wäre aber auch okay gewesen. Ich liebte es heute dann doch mal wieder einen Wettkampf zu bestreiten. Nicht gegen andere, es ging wie oft nur gegen mich. Körperlich und auch mental.

 

Endlich die letzte Wende. Es ging über die Alte Hofhaltung zurück auf den Domplatz. Nur noch Kopfsteinpflaster. Egal. Runter in die Bamberger City. Durchs Alte Rathaus über den Grünen Markt auf den Maxplatz. Die letzte Kurve. Ohrenbetäubender Lärm. Ziel. In 1:45:14!!! Wahnsinn!

 

Fazit: Ich hatte Blut geleckt und Bock. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Die Renneinteilung war aber gewagt. Vor allem wurden mal wieder alle Pläne über den Haufen geworfen. Weniger am Berg, dafür mehr Gas an der Regnitz entlang zu geben wäre sicherlich wadenschonender und auch vom Feeling her gut gewesen. Aber wurscht. Ist jetzt rum. Hat riesigen Spaß gemacht und endete für mich mit der erneuten Gewissheit #laufenmiterfahrung wie mein Physio Ralf unsere Läufe mit wenig Training nennt.

 

Glückwunsch an alle Finisher des WKEL 2025! Sorry, dass ich so viele Leute, Freunde auf und an der Strecke nicht erwähnt habe. Es waren zu viele. Vom Parkplatz bis zum Schluss im Busshuttle – immer wieder frühere Bekannte getroffen und gequatscht! Ein Lauf der sich in mein Hirn brennen wird. 2025, was kommt jetzt? Ich bin gespannt, habe aber was im Kopf.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

Video des Zieleinlaufs hier (Ergebnis von Michael Parzefall (Bamberger Weltkulturerbelauf 2025) - davengo)

Anbei ein Bild vom WKEL 2025

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Zustandsbericht eines Hobbyläufers: Wadenprobleme und Heuschnupfen. Lassen wir uns davon unterkriegen? Nein!

 

Im Januar bin ich tatsächlich schön regelmäßig gelaufen und an sich auch in einer relativ normalen Form. Im Februar hat es mich dann aber doch mal gesundheitlich erwischt und so folgten tatsächlich drei Wochen ohne Laufen. Jetzt spüre ich zwar noch etwas die Nachwehen bzw. so richtig fit bin ich nicht, aber ich will mich davon nicht runterziehen lassen.

 

Am 4. Mai steht der Bamberg Weltkulturerbelauf an. Mein erster in meiner Lieblingsstadt und früheren Wahlheimat. Die letzten Teilnahmen gingen nicht, da sie entweder tatsächlich mit Heuschnupfen oder der Regenerationsphase nach einem Frühjahrsmarathon kollidierten. Und so freue ich mich riesig auf dieses Event.

 

Viel zu berichten gibt es gerade nicht. Ich bleibe positiv. Ich habe mir auch einen Vortrag von Jonas Deichmann in Knetzgau angehört. Seine lockere Art hat mir sehr gut gefallen, abgesehen von seinem ganzen sportlichen Wirken. War eine gute Inspiration, aber 2025 wird jetzt deshalb auch nicht das Jahr, um jetzt komplett zu übertreiben.

 

In der zweiten Jahreshälfte steht unser Haus und der Umzug ist vollbracht. Ich hoffe mich im Winter gut für die Saison 2026 vorzubereiten. Und wer weiß, was dann geht 😊

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

Anbei ein Bild mit Jonas Deichmann