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Zustandsbericht eines Hobbyläufers: Wadenprobleme und Heuschnupfen. Lassen wir uns davon unterkriegen? Nein!

 

Im Januar bin ich tatsächlich schön regelmäßig gelaufen und an sich auch in einer relativ normalen Form. Im Februar hat es mich dann aber doch mal gesundheitlich erwischt und so folgten tatsächlich drei Wochen ohne Laufen. Jetzt spüre ich zwar noch etwas die Nachwehen bzw. so richtig fit bin ich nicht, aber ich will mich davon nicht runterziehen lassen.

 

Am 4. Mai steht der Bamberg Weltkulturerbelauf an. Mein erster in meiner Lieblingsstadt und früheren Wahlheimat. Die letzten Teilnahmen gingen nicht, da sie entweder tatsächlich mit Heuschnupfen oder der Regenerationsphase nach einem Frühjahrsmarathon kollidierten. Und so freue ich mich riesig auf dieses Event.

 

Viel zu berichten gibt es gerade nicht. Ich bleibe positiv. Ich habe mir auch einen Vortrag von Jonas Deichmann in Knetzgau angehört. Seine lockere Art hat mir sehr gut gefallen, abgesehen von seinem ganzen sportlichen Wirken. War eine gute Inspiration, aber 2025 wird jetzt deshalb auch nicht das Jahr, um jetzt komplett zu übertreiben.

 

In der zweiten Jahreshälfte steht unser Haus und der Umzug ist vollbracht. Ich hoffe mich im Winter gut für die Saison 2026 vorzubereiten. Und wer weiß, was dann geht 😊

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

Anbei ein Bild mit Jonas Deichmann

 

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Am 28. Dezember wollte ich mir noch ein Jahreshighlight setzen und organisierte mir kurzfristig einen eigenen Backyard-Ultramarathon.

 

Aber was ist denn überhaupt ein Backyard-Ultramarathon?

 

Der Backyard Ultra ist eine extreme Form des Langstreckenlaufs über eine unbeschränkte Zahl an Runden, bei dem eine Runde 6,706 Kilometer lang ist, und die Läufer jeweils genau eine Stunde Zeit haben, um je eine Runde zu laufen. Die Länge der Runde ist so gewählt, dass in 24 Stunden 100 Meilen zurückgelegt werden.

 

Ich wollte das Ganze mal testen und vor allem sehen bzw. merken, was die Pausen mit mir machen. Eine Stunde brauche ich ja eigentlich nicht für 6,7 Kilometer. Ich scheibe euch gleich mal meine acht geplanten und tatsächlich gelaufenen Runden:

 

1. Runde:         6,74 km          39:07 min.       Schnitt: 5:48/km            Pause: 20:53 min.

2. Runde:        6,73 km           41:24 min.        Schnitt: 6:09/km            Pause: 18:36 min.

3. Runde:        6,74 km          47:21 min.        Schnitt: 7:01/km            Pause: 12:39 min.

4. Runde:        6,75 km           45:08 min.       Schnitt: 6:41/km            Pause: 14:52 min.

5. Runde:        6,74 km          44:07 min.      Schnitt: 6:33/km            Pause: 15:53 min.

6. Runde:        6,72 km          44:34 min.       Schnitt: 6:38/km            Pause: 15:26 min.

7. Runde:        6,73 km           51:25 min.        Schnitt: 7:39/km            Pause: 08:35 min.

8. Runde:        6,71 km           56:08 min.      Schnitt: 8:22/km            Rest: 03:52 min.

Gesamt:          53,86 km         6:09:14 h         Schnitt: 6:51/km            Pausen: 1:50:46 h

 

Die erste Runde war somit meine schnellste. Da war ich ab 8 Uhr auch noch alleine und irgendwie viel zu früh am Start bei meinen Schwiegereltern. Dort habe ich alles für die Pausen bereitgelegt. Essen, Getränke teilweise auf einer Biergarnitur in der Garage, Wechselklamotten im Arbeitszimmer. Das Warten auf die volle Stunde war bei jeder Runde sehr komisch. Aber dann ging es immer gut los.

 

Ab der zweiten Runde hatte ich Begleitung. Erst mit Basti, u. a. Finisher eines Everesting-Laufs, also einem Lauf mit 8.848 Höhenmetern. Auch völlig crazy, aber geil! Sein Einstieg war auch gut, denn das Tempo hätte ich nie halten können. Ich habe seit dem FSM keine langen Läufe mehr gemacht und knackte an dem Tag dann auch irgendwann erst die 1.000 Jahreskilometer.

 

Mit Ulf, Angi, Reiner und Maria kamen dann weitere erfahrene Ultraläufer dazu. Die Gespräche waren toll, die km purzelten. Runde für Runde fühlte sich auch in dem ungewohnt langsamen Tempo richtig an. Schließlich startete ich bei Minus 5 Grad und viel wärmer wurde es auch nicht.

 

Bis Ende der 6. Runde fand ich alles soweit okay. Da hatte ich immerhin schon 40,2 km in den Beinen, den ein oder anderen Toilettengang, Hinsetzen und Aufstehen zum Suppe essen meines Schwiegerdads. Dann verabschiedete sich Christian, der dieses Jahr einen Halbmarathon finishen will und ich stellte mich darauf ein, dass ich nun wieder alleine unterwegs sein werde.

 

Doch da klopfte es am Garagentor und mein Kegel- und Lauffreund Reinhold stand vor mir. Toll. Ohne ihn hätte ich diese letzten beiden Runden nicht überstanden. Das Anlaufen war gar nicht das Problem, aber mein linkes Knie zwickte so sehr. Es war nur noch der Kampf gegen den Körper, dem es eigentlich reichte. Vor allem die letzte Runde hatte es in sich. Ich hielt mich zwar immer auf Kurs mit knapp unter 8:30/km, aber es war ein Wechsel zwischen Gehen und Joggen gepaart mit super Ablenkungsthemen meines Mitläufers und so hatte ich dann tatsächlich auch zum Schluss noch einen kleinen Puffer.

 

6 bis 8 Runden waren geplant – 8 Runden wurden gelaufen. Eine Neunte wäre an diesem Tag, genau ein Jahr nach meinem Handbruch, nicht machbar gewesen. Musste es aber nicht. Test bestanden. 2025 vielleicht einen Backyard als Wettkampf? Eventuell. Wenn es die Zeit dafür gibt. Auch ohne großes Training kann ich zumindest eine gewisse Stecke wie einen Marathon laufen.

 

2024 waren es am Ende 1.022 Jahreskilometer und somit genau einer mehr als 2023. Trotz gebrochener Hand und fünf Wochen Pause zu Jahresbeginn war ich somit zufrieden.

 

Das ist die Laufgeschichte 2024. Am 29. Dezember änderte sich allerdings vieles und auch mein Blickwinkel, sodass ich diese Zeilen tatsächlich erst Anfang Februar 2025 schreibe.

 

Einer meiner besten Freunde, mein Dad… ich will hier an dieser Stelle nicht zu viel schreiben. Eine Woche nach meinem Lauf hat er uns verlassen. Ich weiß, dass er nun von weiter oben jeden Lauf, jede verrückte Idee, einfach alles von mir verfolgt. Er war zwar selten bei sportlichen Events in meinem Leben dabei, aber dennoch stets ein Supporter, der stolz darauf war, was ich so trieb.

 

Mit dieser traurigen Nachricht möchte ich nun abschießen. Ich danke euch allen die mich unterstützen, spenden (2024: 559,84 Euro für Ein Herz und vier Pfoten – sorry, dass ich dieses Jahr so wenig Werbung gemacht habe), mögen und was auch immer.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

 

Anbei ein Bild meiner Laufstrecke von 6,7 Kilometern

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Handpan im Stadtpark

 

Neue Klänge im Ebser Stadtpark (Bericht der Stadt Ebermannstadt)

 

Kleine und große Besucher des Stadtparks können ab sofort ihre eigenen Melodien an der neuen Handpan spielen. Dank der vielen Spenden, die Michael Parzefall während seiner „Läufe für den guten Zweck" sammelte, konnte das besondere Instrument angeschafft werden. Für die 1.021 Kilometer, die Michael Parzefall im Jahr 2023 für das Spendenprojekt „Handpan für Ebermannstadt“ lief, wurden insgesamt fantastische 1.716,57 Euro gespendet. Vielen herzlichen Dank an Michael und alle die mit ihrer Spende die Anschaffung der Handpan unterstützt haben.

 

AUCH VON MIR: VIELEN DANK AN ALLE, DIE DIES ERMÖGLICHT HABEN!!!

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

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Oder 92 Tage… Für was? Um wenigstens mein Minimalziel 1.000 Jahreskilometer zu erreichen. Aktuell stehe ich bei 630 (Stand: 30.09.2024), fehlen also noch 370.

 

An sich eine machbare Zahl, allerdings ist 2024 auch nicht mein Jahr. Erst der Handbruch, dann immer wieder kleinere Krankheiten, die mich nicht wirklich dauerhaft im Rhythmus ließen und ja, auch ein bisschen fehlende Motivation gehört zur ganzen Wahrheit.

 

Aber 370 Kilometer?! Jetzt mal ehrlich. Im müsste gerade einmal vier Kilometer täglich laufen, also nicht einmal eine halbe Stunde. Das sollte doch klappen. Selbst mit Ruhetagen und was das Leben sonst noch mit sich bringt. Und als Motivation könnte ganz einfach das Jahr 2025 herhalten.

 

Denn, die Form für das Frühjahr legt man im Winter und ein paar gechillte Läufe bis Jahresende wären doch die perfekte Basis, um mal wirklich wieder gezielt auf etwas hinzutrainieren. Mein letztes Event war mein 75-Km-Versuch im Oktober 2022. Danach klappten zwar noch der FS-Marathon 2023 und auch dieses Jahr, aber darauf habe ich mich leider auch nicht wirklich vorbereitet.

 

Ideen hätte ich genügend im Kopf. Ein solider Marathon in unter 4 Stunden oder mit ein paar Höhenmetern als Grundlage für einen Ultra – 6-Stunden-Lauf oder Backyard – mal wieder selbst von mir organisiert und und und…

 

Ich mag das Laufen. Ich liebe es. Und merke gerade in den Tagen des Wetterumschwungs von Sommer auf Herbst, dass ich es auch brauche. Für die Gesundheit, fürs Wohlbefinden, als Sport, als Ablenkung, um mich gut zu fühlen.

 

Und nebenbei wären auch die 1.000 Jahreskilometer dann kein großes Problem mehr. Und umso mehr Kilometer desto mehr Spenden für den guten Zweck.

 

Achja, die aktuelle Aktion läuft noch und es würde mich sehr freuen, wenn sich noch viele daran beteiligen würden. Überlegt es euch mal und schreibt mir.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

P.S. Gibt kein aktuelles Laufbild - hier sind Maik und Lena, Supporter meines FSM 2024 und selbst 10km-Finisher!

Bewertung: 5 / 5

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Mein „Heimrennen“ entwickelt sich immer mehr zur Wiedergeburtsstunde meiner Laufleidenschaft. Nach genau 4:02 Stunden kam ich ins Ziel.

 

Aber der Reihe nach. Mit 522 Jahreskilometern hatte ich keine große Hoffnung auf eine Zeit um die vier Stunden. Richtig trainieren konnte ich erst drei Wochen vor dem 1. September. Im Urlaub konnte ich aber einiges in die Beine kriegen, vor allem auch Höhenmeter. Nur die langen Läufe haben mir gefehlt. Zwei Tage vor dem Marathon war klar, es würde sehr heiß werden und so traf ich erste Vorkehrungen.

 

Zum einen besorgte ich mir noch etwas Verpflegung und auch eine Mütze mit Nackenschutz, zum anderen ging ich es mental an, als ob ich einmal durch die Hölle laufen würde. Um 8:35 Uhr fiel in Ebermannstadt dann der Startschuss. Warum laufe ich hier? Ach ja, aus Tradition. Am Ende sollte es mein 6. FSM über die ganze Distanz werden – nur noch vier bis zum neu gegründeten Jubilee-Club!

 

Ich fand mich schnell in der Gruppe der 4-Stunden-Pacemaker wieder, denen ich ca. 25 bis 30 Kilometer auf den Fersen bleiben wollte. Ich hielt mich zwar anfangs mit Gesprächen zurück, als jemand aus Sachsen dann aber die Vexierkapelle am Reifenberg als Burg Feuerstein bezeichnete war das Eis gebrochen… äh… das Schweigegelübde und so kam ich auch früh mit den mir bekannten Pacern Tim und Johannes ins Plaudern.

 

Die Temperaturen waren noch angenehm, bis zum Wendepunkt bei km 26 in Behringersmühle wehte auch ab und an der Wind – es war also gar nicht so schlimm. Aber natürlich war es heiß. Zum Thema Abkühlung komme ich noch.

 

Kurz vor km 10 machte ich am Haus meiner Eltern (100 Meter von Start und Ziel entfernt an der Strecke) Halt. Meine Schwester reichte mir meinen Laufrucksack, voll bepackt mit Riegeln, Wasser, und was ich sonst noch für erforderlich hielt um diesen Lauf zu überstehen. Doch ich merkte schnell, dass das zu viel des Guten ist. Glücklicherweise hat mir ein Freund eine Nachricht geschickt, ob ich denn dabei bin. Da ich wusste, dass er bei km 18 in Muggendorf ist, habe ich kurzerhand mit ihm vereinbart ihm dort meinen Rucksack zu überlassen. DANKE Michl nochmal für die coole Aktion!

 

Aus unserer anfänglich 20köpfigen Gruppe wurde naturgemäß irgendwann eine deutlich kleinere. Bei der Wende war ich bereits überrascht wie weit ich ohne Probleme gekommen bin, schließlich war das dann zu diesem Zeitpunkt mein längster Lauf im Jahr 2024. Mir kam erstmals der Gedanke, dass ich vielleicht sogar länger als 30 km dabeibleiben konnte. Die Gruppe war unterhaltsam, die Kilometer fühlten sich nicht lange an und auch ein weiterer Freund kam als Unterstützung hinzu. Benny war mit seinem Mountainbike extra angereist, um mir Getränke zu reichen. Diese wurden dann auch von anderen aus der Gruppe dankend angenommen.

 

Zusätzlich zur Verpflegung war Wasser das Wichtigste an diesem Sonntag. An jeder Verpflegungsstelle kippte ich mir erst vier Becher über den Kopf, dann füllte ich meine Mütze und knallte sie mir über den Schädel und auf jede Schulter wurde unter das Shirt noch ein nasser Schwamm geklemmt. So hatte ich stets für einen Kilometer Ruhe vor der Hitze.

 

Es war unglaublich. Ich dachte zwar nicht daran die 4 Stunden zu knacken, aber umso näher ich ans Ziel kam, desto größer war mein Hochgefühl. Das Ziel Nr. 1 schien bald erreicht zu werden. Mit 20 lief ich hier vor 20 Jahren meinen ersten Marathon – als rauchender, aber lauftalentierter Kreisklassenfussballer ohne Vorbereitung. Zielzeit 4:30 Stunden nach einem zweiten Halbmarathon mit dauerhaften Krämpfen. Diese Zeit sollte ich schlussendlich um 28 Minuten unterbieten. An den 30jährigen Parzi (3:55) kam ich zwar nicht heran, die Zielzeit war mir aber an diesem sonnigen Tag wirklich egal.

 

Meinem Pacer Johannes aber nicht. Bei km 39 musste ich ein paar Meter abreisen lassen. Die Kurve in Streitberg kostete mich zu viel Energie. Lieb gemeint kam er zurück und ich wollte ihm tatsächlich weiter folgen und ZACK! Es deutete sich ein Krampf im rechten hinteren Oberschenkel an. Ich blieb stehen und Benny reichte mir sofort eine Flasche. Die nächsten 300 Meter wurden gegangen und zum Trinken genutzt. Danach ging es tatsächlich weiter.

 

Philipp, ein weiterer Freund, kam mit seinen Kids auf den Bikes als weitere Unterstützung hinzu. Mein Patenkind Kilian blieb bei Philipp und Benny, seine kleinen Geschwister unterstützten mich den Hügel von Gasseldorf runter, fast bis ins Ziel. Auch ein weiterer Lauffreund (siehe Bericht Berlin-Marathon 2022) war plötzlich auf der B470.

 

Kurz vor dem Ziel verdrückte ich dann doch eine Träne als ich aus meiner Gesäßtasche ein Bild herauszog. Auf diesem war meine Oma mit mir im Jahr 2012 zu sehen. Ich hatte da gerade wieder mit dem Laufen begonnen. Dieser 1. September war ihr 5. Todestag – ich hatte sie immer bei mir – wie eigentlich an jedem Tag. Nur diesmal noch bewusster. Und immer, wenn ich dachte, es kommen gleich Probleme, sagte ich mehrmals laut zu mir: „Für Oma!“

 

Mir ist bewusst, dass mit dieser Vorbereitung eine Marathonteilnahme bei diesen Temperaturen nicht empfehlenswert ist und auch ich hatte so meine Bedenken. Ich hoffe, ihr Leser und Supporter könnt mich verstehen. Und so wie es aussieht, war ich voll in meinem Element. Ich war physisch und mental voll auf der Höhe. Und so habe ich wieder einiges um einmal meinen Enkelkindern zu berichten.

 

Bis dahin

 

Viel Spaß beim Sporteln!

 

Euer Parzi

 

P.S. Gruß nach oben - Oma ist immer dabei!